Was denn nun, Straße oder Stadlshow?

Kornelius Friz | Kulturjournalist

Die Zöpfe sind geflochten, die Bomberjacke sitzt, und Roman Geike nimmt im Frankfurter Nagelstudio „Beauty Nails“ Platz: „Hey Naschkätzchen, schön habt ihr es hier“, begrüßt er eine der Nageldesignerinnen. Eine andere beginnt, ihm sanft überschüssige Nagelhaut abzuschaben. Egal, ob der Mann mit dem Künstlernamen Romano vom „schönsten Ort der Welt“, seinem Berliner Bezirk Köpenick, oder von seinem Debütalbum „Jenseits von Köpenick“ erzählt, er kommt aus dem Schwärmen nicht mehr raus.

Er holt weit aus, bis in die Nachwendezeit, als er die Musikszenen West-Berlins entdeckte. Dort bekam er erstmals Hiphop-Kassetten in die Hände. Endlos habe er Westcoast-Rap gehört, der sei „smoother als der der Ostküste. Palmen, Sonnenschein und so“. Zur selben Zeit zeigte ein Freund ihm die Technoschuppen West-Berlins, nur in den „Walfisch“ kam der Vierzehnjährige nicht rein. Über einen Fan der Gruppe Iron Maiden hat er damals Heavy Metal für sich entdeckt. Durch Zufall kam er Anfang des neuen Jahrtausends auch zum Schlager: „Man schaut sich gegenseitig an und denkt, das passt wie die Faust aufs Auge.“

[weiterlesen auf faz.net]

Foto © Patricia Kühfuss