Rückblick auf letztes „Fast Forward“ in Braunschweig

Den Festivaltitel „Fast Forward“ hatte Regisseurin Davy Pieters aus Amsterdam wohl wörtlich genommen. In „How did I die?“ wird das Mädchen mit der 80er-Jahre-Tolle nicht nur einmal ermordet. Durch permanentes, fast mechanisches Zurück- und Vorspulen weniger Szenen wie auf einem Videorekorder wird der Mord in zig Varianten erzählt. Gerade in ihrer Gestenhaftigkeit weist diese nichtlineare Erzählweise der Darstellenden auf Vergangenes (Rewind) und auf potenzielle Zukunft (Fast Forward) hin.

Die sechste Ausgabe von „Fast Forward“ war die letzte in Braunschweig: Intendant Joachim Klement wechselt nach Dresden und nimmt das von ihm erfundene „europäische Festival für junge Regie“ mit ans dortige Staatstheater: Pech für Braunschweig, wo das Publikum die unkonventionelle Zeitlichkeit der niederländischen Inszenierung und die pantomimischen Fertigkeiten der drei Darstellenden feierte. Obwohl sich die wiederholenden Bilder schnell erschöpfen, hat Pieters am ersten Adventssonntag den Publikumspreis gewonnen.

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Foto © Karol Jarek