„Frauen kennen den Preis des Krieges“

Kornelius Friz | Kulturjournalist

taz: Herr Tavadze, Sie sind Schauspieler, Autor, Regisseur – welche dieser Rollen ist Ihre liebste?
Data Tavadze:
Meine Eltern waren Schauspieler. Ich selbst habe mit drei Jahren meine ersten Schritte auf der Bühne gemacht. Aber ich wusste immer, dass ich Regisseur werden will. Ich schreibe auch sehr gerne und habe schon in einigen Stücken und Filmen mitgespielt. Dennoch verstehe ich mich als Regisseur.

Wie prägt die politische und gesellschaftliche Situation Ihrer Heimat Ihre Arbeit?
Die Krise in den 1990ern betraf uns alle – Erwachsene ebenso wie Kinder. Und bis heute werden wir als Künstler sowie als Bürger von jener Dekade beeinflusst: in der Wahl unserer Themen und Materialien. Dabei wagen es nicht allzu viele Künstler, sich mit jener Krise und dem Krieg von 2008 zu beschäftigen, oder mit dem Leiden, mit diesen Hintergrund zu leben – zu überleben.

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Foto © Bobo Mkhitar